19.10.2012

Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen in einer Drogenberatungsstelle – zwischen Cannabis und Amphetaminen

Hey liebe Leser und Leserinnen,

Sitzgruppe für Beratungsgespräche

Sitzgruppe für Beratungsgespräche

ich, Justine, besuche derzeit die 9. Klasse der Nicolaischule Städtische Oberschule in Brandenburg an der Havel. Wir führen das Projekt PraxisTrio durch, mit welchem wir verschiedene Berufsfelder kennenlernen. Wir haben Interviews mit Leuten durchgeführt, unter anderem auch über einen Beruf, der mich nicht wirklich interessierte. Ich bin in dem Team J.P.V. mit Vanessa und Anna, die kurzfristig dazu kam. Unsere Betriebe-Rallye führten wir am Mittwoch, den 13.06.2012, durch, wo wir 3 unterschiedliche Betriebe besuchen durften nämlich Soziales/Gesundheit bei SOMATRiX, Handwerk/Technik beim E.ON edis Bildungszentrum sowie Büro/Dienstleistungen bei der Wohnungsbaugenossenschaft Brandenburg e.G.

Um 10 Uhr begann das erste Interview in der SOMATRiX Kontakt- und Drogenberatungsstelle das ich durchführte, worüber ich jetzt gerne Näheres schreiben möchte. Als wir ankamen begrüßten uns Frau Mehling und Herr Vietze herzlich, zwei Sozialpädagogen. Man merkte, dass sie dieses Interview gerne mit uns machen wollten und auch gut gelaunt waren. Alles war gemütlich und vor allem freundlich eingerichtet mit einem bequemen Sofa und Sesseln und einer Farbe an der Wand (gelb), die gute Laune weckte.

SOMATRiX eröffnete im Oktober 2003 in Brandenburg. Dort werden 2 Angestellte beschäftigt. Die Klienten sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 30 Jahren. Außerdem werden dort Angehörige, Eltern, Lehrer und Erzieher beraten. Die meisten Klienten, die hier Hilfe suchen, konsumieren Cannabis, Amphetamine und Alkohol, manche auch Kokain oder Heroin. Die meisten konsumieren alles durcheinander, also Partydrogen, Cannabis, Pilze. Gerade die Jüngeren probieren meistens alles aus. Die Älteren sind denn schon differenzierter, sie wissen dann schon oft was sie nehmen möchten und was nicht. Frau Mehling und Herr Vietze beraten auch bei Essstörungen, Spielsucht oder sie beraten auch Eltern, die sich aus Angst, ihre eigenen Kinder könnten Drogen nehmen, informieren möchten. Das wird meist bemerkbar, wenn ein Leistungsabfall besteht oder die Eltern im Zimmer etwas gefunden haben. Meist ist dann aber bei den Kindern das Vertrauen in die Eltern weg, falls die Kinder keine Drogen genommen haben.

Beratungsraum für größere Gruppen

Beratungsraum für größere Gruppen

Um Sozialpädagoge/Sozialpädagogin zu werden, muss man studieren. Die Regelstudienzeit an einer Universität beträgt hauptsächlich zwischen 3½ und 4 Jahre. Für Bachelorstudiengänge gibt es keine verbindlichen Rahmenordnungen. Die Ausrichtung oder Schwerpunktsetzung der Studiengänge im Bereich Soziale Arbeit bzw. Sozialpädagogik kann deshalb von Hochschule zu Hochschule anders sein. Die Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium im Studiengang Soziale Arbeit bzw. Sozialpädagogik an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen sind die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. An manchen Hochschulen kann das Studium nur im Wintersemester begonnen werden. Wichtige Schulfächer sind Sozialkunde/Politik. Nach erfolgreich absolviertem Bachelorstudium verleiht die Hochschule folgenden akademischen Grad: Bachelor of Arts (B.A.).

Herr Vietze sowie Frau Mehling üben ihren Job mit großer Freude aus und würden ihn auch weiterempfehlen. Ihre schönsten Erlebnisse im Berufsleben sind, wenn die Klienten Erfolge erzielen.

Mein Fazit ist, das dieses Projekt gut gelungen ist, da ich und die anderen Mitschüler auch mehr über andere Berufsfelder erfahren konnten und ich gemerkt habe, dass nicht jede Person jeden Beruf ausführen kann. Ich könnte mir nicht vorstellen, den Beruf als Sozialpädagogin auszuüben, weil mein Traumjob Gesundheits- und Krankenpflegerin ist. Trotzdem finde ich diesen Beruf sehr interessant.

Tschüssi 😀

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