17.09.2012

Alltag eines Erziehers/einer Erzieherin

Gruppenraum

Gruppenraum

Hallo Leute …

… ich heiße Anna, bin 15 Jahre alt und gehe auf die Nicolaischule Städtische Oberschule in Brandenburg an der Havel. Mein Team heißt F-A. Es bestand am Montag, dem 11.6.12, aus 2 Personen. An den anderen Tagen war ich alleine. Im Projekt PraxisTrio geht es darum, 3 Berufsfelder kennenzulernen. Ich schreibe einen Erlebnisbericht über die Kita „Haus Sonnenwinkel“. Ich bin 9:45 Uhr bei der Kita „Haus Sonnenwinkel“ angekommen. Dann habe ich noch 5 Minuten gewartet. 9:50 Uhr kam eine Erzieherin mit einer kleinen Gruppe von Kindern raus.

Sie fragte mich, ob ich schon reingehen möchte. Dann bin ich zu der Gruppe gegangen in der ich letztes Jahr mein Praktikum gemacht habe. 10:00 Uhr hat mich Frau Klingner abgeholt und wir sind in einen Gruppenraum gegangen und ich habe sie dann interviewt. Im Anschluss habe ich Fotos gemacht und einen Azubi interviewt, weil Frau Klingner bei der Ausbildung nicht auf dem neusten Stand war. Danach hatte ich noch Zeit mit den Kindern zu spielen.

Gebäudefront der Kita

Gebäudefront der Kita

Die Kita „Haus Sonnenwinkel“ ist eine christliche und Familien ergänzende Einrichtung (vom Diakonischen Werk). Die Einrichtung ist verwinkelt und in einem Viereck aufgebaut, sodass man fasst ringsherum laufen kann. Sie erstreckt sich über 2 Etagen, sie umfasst einen Vorschul- über einen Grippenbereich bis hin zum Kindergartenbereich. Der Hort ist ausgelagert. Das Haus ist ein altes Gebäude im Backsteinstil. Es wurde früher als Versorgungsküche und in der Nachkriegszeit als Kinderheim genutzt. In den 90zigern ist es eine Kita geworden.

In der Kita arbeiten 14 Erzieher, 3 Wirtschaftskräfte und 1 Hausmeister. Mit dem Hortbereich gibt es zusammen 127 Kinder. Die Einrichtung ist von 6:30 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet. Es gibt eine feste Schließzeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Und in den Sommerferien ist sie entweder die ersten oder die letzten 3 Wochen geschlossen.

Frau Klingner wusste schon in meinem Alter, dass sie später was mit Kindern machen möchte. Ihre Ausbildung hat sie 1992 abgeschlossen. Sie arbeitet seit 1999 als Erzieherin in der Einrichtung. Frau Klingner macht das Arbeiten mit den Kindern Spaß, aber manchmal ist es sehr laut. Sinne-Protokoll: Ich konnte Tische, Stuhle, Schränke, Schubladen, Erzieherinnen und Kinder sehen. Hören konnte ich Kinder und Baulärm. Der Geruch war neutral.

Sigel der Kita über der Eingangstür

Siegel der Kita über der Eingangstür

Der Berufsaltag sieht so aus:
Übernahme der eigenen Stammgruppe, Frühstückszeit, freies Spielen (Kinder können wählen, was sie machen wollen), 9:30 Uhr beginnt das Angebot (je nach Bildungsbereich jeden Tag ein anderes Angebot), auf den Spielplatz oder spazieren gehen (wenn es das Wetter zulässt), freies Spielen bis zur Mittagszeit, Mittagessen, dann machen die Kinder Mittagsschlaf, dann wieder freies Spielen.

Die Erzieher leiten die Kinder im gesamten Tagesablauf an und wollen ihnen Selbstständigkeit vermitteln. Die Wissensvermittlung erfolgt unter Berücksichtigung der Bildungsbereiche. Diese sind: Körpermotorik, Sport und Bewegung, Sprache, Malen und Gestalten, Naturwissenschaften und Musikerziehung.

Die Ausbildung ist eine landesrechtlich geregelte schulische Aus- bzw. Weiterbildung und dauert 2 bis 4 Jahre. Sie findet an Fachschulen, Berufsschulen und anderen Bildungseinrichtungen statt. Die Tätigkeiten sind: Betreuen und Fördern der Kinder, vorschulische Erziehung der Kinder, arbeiten in Kinderbetreuungseinrichtungen.
Die Interessen, die man haben sollte sind: kreativ – gestalten und sozial – beraten.

Ich fand den Tag informativ. Was ich nicht so toll fand, waren die langen Wartezeiten zwischen den Interviews.

Tschüssi!

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